* Sebastian Lasse : Blog.

Rosia Montana.

  • Rumänien. Exposé Nr.02:

Rosia Montana PDF laden.Sechs Jahre ist es her, dass eine Zyanid-Katastrophe den Fluss Theiss vergiftete. Eine kleine Goldmine in Baia Mare, Rumänien war damals der Verursacher. Nun soll im transsilvanischen Erzgebirge ein riesiges Minenprojekt entstehen. Das Risiko für die Flüsse und die Menschen wäre 40 mal so gross wie bei der Katastrophe in 2000.
Die Firma Gabriel Ressources rechnet mit einem neuen Eldorado. 300 Tonnen Gold und 2100 Tonnen Silber für 500 Mio. $ Investment.
Die Bewohner der ältesten Siedlungen Rumäniens rechnen mit dem Schlimmsten: Bei der Produktion eines einzelnen Goldrings fallen 20 Tonnen zyanid-, kupfer- und molybdänhaltiger Müll an. Die grössten Goldvorkommen Europas liegen unter den Bergen und seit den alten Römern hatte hier niemand mehr nach Gold gegraben. Es schimmert in den bedeutenden altrömischen Stollen Alburnus Maior.

Die Schweizerin Stephanie Roth.

„Alburnus Maior“, das ist nicht nur der Name der römischen Stollen. Unter gleichem Namen kämpt eine Bewegung für den Erhalt von 900 Haushalten, 10 Kirchen, 12 Friedhöfen und der römischen Kulturgüter, die touristisch genutzt werden könnten.
„Alburnus Maior“ wird repräsentiert durch die Schweizerin Stephanie Roth.

Mindestens 2100 Bewohner werden umgesiedelt.

Die älteste Siedlung des Landes soll zugeschüttet werden mit Tonnen von giftigem Schutt. 5 sanfte Berge, alte Gemäuer und funktionierende Farmen werden zur grössten Grube Europas.
Ein Paradies für Flora und Fauna überflutet von hochgiftigen Abwässern.
Das Gold hat die Siedlung Rosia Montana im siebenbürgischen Erzgebirge durchgespaltet.
Viele Häuser gehören bereits der kanadischen Firma.
Ein Bewohner zitiert nach zahlreichen Hofinspektionen: „Falls ihr nicht geht, solange es Geld gibt, geht ihr eben ohne“. „Jeder Tote hat seinen Preis“ sagt ein altes Mütterchen, die nicht aus ihrem Geburtshaus weg möchte. Ihre Vorfahren sind hier begraben.
„Ein Nationalpark könnte das hier werden“, sagt ein anderer.

Entscheidung Anfang 2007.

Die verbliebenen Bewohner wissen auch, dass ihre Flüsse Abrud und Aries direkt in die Theiss münden, Die Donau und das schwarze Meer wären im GAU-Fall bedroht. Die EU und die ungarische Regierung haben Beschwerde gegen das Projekt eingelegt. Anfang 2007 will der rumänische Staat, der zu 19,3 % am Projekt beteiligt ist, eine endgültige Entscheidung treffen. Es könnte die falsche sein.



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